Ulfberht Schwert

IMGP0017Ich habe nicht widerstehen können. Ich habe das Schwert bei einem Bekannten gesehen und musste es auch haben. Wieso? Wegen der Ulfberht Gravur.
  • Das Schwert hat eine Gesamtlänge von 91 cm
  • Die Klingenlänge beträgt 76 cm
  • Klingenbreite an der Parierstange: 5,5 cm
  • Länge der Parierstange: 16,5 cm (leicht gebogen)
  • Breite der Hohlkehle an der Parierstange ca. 2,5 cm
  • Die Hohlkehle endet ca. 10 cm vor der Spitze
  • Schwerpunkt ca. 10 cm vor der Parierstange
  • Gewicht 1350 gramm
  • Es ist KEIN Schaukampfschwert. Es ist spitz und die Schneide hat nicht mal einen Millimeter. Das Schwert wird auch in scharfer Ausführung vom Hersteller angeboten.
Der Hersteller ist Windlass Steel Crafts in Dehradun Uttarakhand, India.
Windlass Steelcrafts was selected by the famed British Gurkha Regiments to build their critical and unique combat knife, the kukri, and this contract continued uninterrupted for many years, a record which continues to grow with each passing year.(Quelle: windlass.com)
Aritkelbeschreibung von Windlass Steel Crafts
Copied from a sword shown in Ian Pierce’s book Swords of the Viking Age An old legend has it that a Nordic smith named Ulfberht developed the first all steel blade. This crucial development achieved near-mythical status among warriors, making this one of the most important swords in the study of medieval weapons. Several of these blades from slightly different time periods exist, some engraved in gratitude and reverence with Ulfberht’s hallowed name. Prior to the Ulfberht swords, all European swords were of the pattern welded variety. Soft iron bars were welded together with strips of steel, forged into a blade shape, then a steel edge was welded onto the sword. But, the Ulfberht sword was a quantum leap in both technology and design. Made not strips, but good carbon steel blades with enough carbon content to produce excellent swords. The design of the sword was also an improvement. The blade tapered more sharply to the point than did previous blades. This put the balance of the sword closer to the hand, making a sword that was faster on both the stroke and recovery than previous blades. The engravings on both sides of our blade are copied exactly so that our reproduction is identical, warts and all. Made of high carbon steel (actually better than the original) it is beautifully balanced. The grip is wood wrapped with leather. The stout crossguard is steel and the pommel is of the Brazil nut shape that was quite popular at the time, both with Vikings and the rest of Europe. A beautiful and important sword. Comes with scabbard. Made by Windlass Steelcrafts®. Can be sharpened for an additional fee. (Quelle: windlass.com)

Bauart

Von der Bauart ist es ein Schwert vom Übergang aus der Wikingerzeit zum Hochmittelalter. In der Oakeshott-Klassifikation kommt es an den Typ X heran.
Die Schwerter des Typs X stellen unter den Ritterschwertern jenen Typ dar, der noch große Ähnlichkeit zum Wikingerschwert aufweist. Die Klingen sind breit, von mittlerer Länge (ca. 31″ = ca. 79 cm), die breite Hohlkehle endet ca. 1″ = 2,54 cm vor der zumeist runden Spitze. Das Gewicht liegt bei etwa 1,3 kg. Gebräuchlich waren diese Schwerter vom späten 9. Jahrhundert bis in das 12. Jahrhundert hinein. Diese Klingenform findet sich auch bei späteren Wikingerschwertern. subtyp Xa: Die Hohlkehle verläuft schmaler, die Klinge ist etwas länger und läuft spitz zu. Gebräuchlich zwischen ca. 1000 und 1300.(Quelle: Wikipedia)
In der Oakeshott-Klassifikation werden aber nur die Klingen miteinander verglichen. Nicht der Griff, der Knauf oder die Parierstange.
Ulfberht ist eine moderne Transkription der Inschrift +VLFBERH+T, welche typischerweise auf frühmittelalterlichen, germanischenSchwertern des 8. bis 11. Jahrhunderts zu finden ist. Es existieren viele Variationen der Inschrift, wie zum Beispiel +VLFBERHT+ oder auch VLFBERH+T. Allgemein vermutet man, dass es sich dabei ursprünglich um eine fränkische Person handelte, deren Name und Werkstatt später eine Art Handelsmarke begründeten. (Quelle: Wikipedia)
Schwerter mit Paranussknauf waren die Schwerter des 11. und 12. Jahrhunderts. Also wird die Form des Schwertes wohl erst nach meinem Tod modern werden. Meine Darstellung basiert auf der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts.
IMGP0003Das Ulfberht Schwert mit der Gravur. IMGP0007Die Gravur auf der Rückseite.
IMGP0015Das Schwert wird mit einer Lederscheider verkauft. Diese entspricht aber nicht meinen Vorstellungen. Das Ortband sieht aus wie das eines Degens aus dem 19. Jahrhunderts Ich werde eine Scheide mit Holzkern und Lederbezug bauen müssen.  FundstückDas ist wohl das Schwert, das als Vorlage genommen wurde.