Odin, Thor und Freyja

Sonderausstellung im Archäologischen Museum Frankfurt mit dem Titel:

Odin, Thor und Freyja

Skandinavische Kultplätze
des 1. Jahrtausends n. Chr.
und das Frankenreich

Die Ausstellung geht vom 11. Feb. – 6. Jun. 2017

Odin, Thor und Freyja gehören zu den bekanntesten Gottheiten des heidnischen Nordens. Sie waren zuständig für Kriegswesen, Ordnung und Fruchtbarkeit.

Durch umfangreiche Ausgrabungen der letzten Jahre in Skandinavien kennen wir jetzt Sakralbauten, Kultpraxis und Opferrituale. Fürstliche Residenzen besaßen heilige Areale und Tempelbauten; hier fanden die großen jahreszeitlichen Gemeinschaftsopfer statt. Herrschaft und Kult waren engstens miteinander verknüpft.

Eine Ausstellung über die aufregenden Grabungs- und Forschungsergebnisse zu dänischen Kultplätzen des 1. Jahrtausends n.Chr. und ihre Beziehungen zum Kontinent. (Text: Archäologisches Museum Frankfurt)

Informationen:

Archäologisches Museum Frankfurt
Karmelitergasse 1
D-60311 Frankfurt am Main

Telefon 069 212-35896
Fax 069 212-30700
info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de

Link zum Internetauftritt des Museums

Mein Besuch am 12. Februar 2017

Odin, Thor und Freyja

Eine Sonderausstellung im Archäologischen Museum Frankfurt.

Ich war soeben dort. Von meinem Wohnort im Mittelrheintal nach Frankfurt ins Museum sind es ca. 100km mit dem Auto zu fahren. Also nicht so weit, dass ich lange überlegen musste, ob ich den Weg auf mich nehme. Da ich schon vor Mittag ankommen wollte, habe ich mich um 10 Uhr auf den Weg begeben.

Da von dem Museum keine Parkplätze zur Verfügung stehen, habe ich mich entschlossen mein Auto in das Parkhaus „Hauptwache“ zu stellen. Parkgebühr am Sonntag 50 ct/halbe Std.

Der Eintritt ins Museum kostet 7 €. Angemessen für ein Museum. (dachte ich). Vor der eigentlichen Ausstellung gibt es ein paar Vitrinen mit Ausstellungsstücken und Schautafeln an der Wand, die in das Thema einen Einblick vermitteln. Im Eingang stehen 2 Holzpfähle mit geschnitzten Köpfen, von denen einer einen goldenen Halsreif trägt. Dies bietet ein gelungenes Bild.

Im Ausstellungraum nun Vitrinen mit Gegenständen und Beschreibungen. Ein Architektur Model einer Anlage. 3 Schaufensterpuppen stehen dominant im Raum. Mann, Frau und Kind. Die Frau trägt ein Kleid, vorn bodenlang, hinten zur Schleppe auslaufend. Diesen Rekonstruktionsversuch kenne ich von Walkurendarstellungen. Sollten wirklich die Frauen ihre Gewänder im Schmutz und Unrat schleifen lassen? Sie wären nach kurzer Zeit verschmutzt und das Gewebe, welches vorher mit viel Aufwand gesponnen und gewebt wurde, wäre verschlissen. Der Mann trug einen Umhang mit Brettchenborte, die einen gleichmäßigen Rapport hatte. Er hatte ein Schwert auf seiner rechten Seite (er ist wohl Linkshänder) , das so hoch hing, dass es nicht ohne Nachgreifen gezogen werden kann. Die Schwertscheide war mindestens doppelt so breit wie das Schwert. (Habe ich nicht gerade ein Ortband gesehen, das nur halb so breit wie die Schwertscheide am unteren Ende war?). Alle hatten Schuhe an, die die Aussteller wohl im Sonderangebot von CP Schuhe gekauft haben. (nicht wendegenäht) Gab es nicht in Haithabu genug Schuhfunde, um zu wissen wie die Schuhe aussahen?

Dieser Anblick hatte mir den Rest gegeben. Mit nur wenigen Ausstellungsgegenstände eine Sonderausstellung zu füllen ist bestimmt schwer. Von einem Museum in der heutigen Zeit erwarte ich mehr als Schautafeln und Vitrinen. Ein Museumsbesuch sollte auch ein gewisses Erlebnis bieten und einen nachhaltigen Eindruck vermitteln. Oh ja. Das hat es. Leider einen sehr schlechten Eindruck.

Fazit:

So nicht meine Damen und Herren. Mit einen Wort: ENTTÄUSCHEND

Weiter als 10km würde ich für diese Ausstellung nicht fahren. Die 7 € sind Geldverschwendung. Nehmt das Geld und fahrt zu dem Goldenen M. Da habt ihr mehr davon. Oder zumindest das gleiche, nämlich Bauchweh.