Konzert: Stille swîgen und gedaht

Konzert von minnesangs fruehling (Knud Seckel solo)

Konzert: minnesangs fruehling (Knud Seckel solo)
Knud Seckel (solo)

Seit 1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit historischer Musik und studiert Gesang und historische Instrumente.

Er studierte Romanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Heidelberg.

Seit 2001 tritt er im Rahmen von Museumsveranstaltungen und Soloevents als Minnesänger und Erzähler auf. Er ist seit 2002 Leiter des Ensembles „minnesangs fruehling“. Im Rahmen des Hessischen Kultursommers 2007 errang er den Publikums- und Jurypreis als „Minnesänger des Jahres“. Im Jahre 2009 Doppelsieger auf Burg Trifels und 2011 erneut „Minnesänger des Jahres“.

Seine Erfahrung als Sänger und Musiker bringt er seitdem in verschiedene Solistenensembles und als Instrumental- und Ensemblelehrer ein.

Das Konzert

Am Sonntag den 22. Januar 2017 fand nun das Konzert mit Titel:

„Stille swîgen und gedaht“ –
Conrad von Bickenbach
ein  Minnesänger

Konzert: minnesangs fruehling (Knud Seckel solo)
Konzert: minnesangs fruehling (Knud Seckel solo)

im „Museum in der Anstalt“ in 64665 Hähnlein-Alsbach statt. Der Veranstaltungsraum von ca. 60m² war schnell von den Zuschauern gefüllt. Weitere Zuschauer fanden im Vorraum des Museums Platz. Manche mussten stehen. Zum Konzertbeginn um 17 Uhr fanden sich zwischen 80 und 100 Personen ein.

Konrad von Bickenbach lebte im 13. Jahrhundert auf der Burg Bickenbach (Alsbacher Schloss) und war Minnesänger. Ein einziges Lied hat sich von ihm erhalten und dies wurde von Knud Seckel mit weiteren Minnegesängen an diesem Abend vorgetragen. Knud spielte auf historischen Instrumenten, wie z.B. gotische Harfe, Drehleier, Symphonia und Dreilochflöte und sang die Minnelieder in Mittelhochdeutsch und Latein. Lieder von Raimbaut de Vaqueiras (Kalenda maya), Wolfram von Eschenbach (morgenblîc), Walther von der Vogelweide (Unter der linden), Neidhart (Maie dîn lihter schîn) und weiteren Minnersängern waren zu hören.

Das Konzert dauerte etwas über eine Stunde. Das Publikum bedanke sich mit Begeisterung und viel Applaus.

Persönliches Fazit:

Es ist immer wieder schön zu sehen / hören, dass es noch Künstler gibt, die mittelalterliche Musik, wie sie vielleicht wirklich an Höfen vorgetragen wurde, spielen. Das meiste, was es im Moment an mittelalterlicher Musik zu hören gibt, ist reine Phantasie- Musik. Für mich ist es eine Freunde ein solches Konzert erleben zu dürfen.  Es ist mir eine Freunde Knud mal wieder zu sehen, den ich schon seit ca. 20 Jahren kenne, aber selten sehe.