Haithabu Unesco Welterbe

Haithabu gilt als frühe mittelalterliche Stadt in Nordeuropa und ein wichtiger Handelsort und Hauptumschlagplatz für den Fernhandel zwischen Skandinavien, dem Frankenreich und Osteuropa. Haithabu wurde vermutlich um 770 gegründet und bestand bis zur Plünderung der Westslawen um 1066. Die Stadt wurde durch das Danewerk, eine Befestigungsanlage, die als größtes archäologisches Denkmal Nordeuropas angesehen wird, geschützt.

Der Komplex um Haithabu wurde 1897 wiederentdeckt. 1900 begannen die ersten Ausgrabungen. Seit 2002 wurde mit Hilfe magnetischer, geophysikalischer Prospektion eine Art Stadtplan von Haithabu erstellt. Zur Überprüfung und Bestätigung der Ergebnisse wurde ab 2005 bis 2010 erneut in Haithabu gegraben. Im Sommer 2017 wurde ein Gräberfeld erneut untersucht, in dem 1939 wenige Tage vor Kriegsausbruch bereits Grabbeigaben gefunden worden waren.

Am 30. Juni 2018 wurden von der UNESCO das Danewerk sowie Haithabu gemeinschaftlich als Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Das Haithabu Museum
Das Haithabu Museum