Freilichtlabor Lauresham

P1040561_banner Das Freilichtlabor Lauresham lud ein zum “Großen Handwerker- Wochenende” am 11.-12. Juni 2016. Über 20 verschiedene Handwerker sind an diesem Wochenende zu Gast in Lauresham – vom Schmieden über die Lederverarbeitung und das Färben bis hin zur Brettchenweberei und Steinmetzerei. (So sagt der Flyer)

Freilichtlabor Lauresham – was ist das?

Ich bin erst in der Woche zuvor durch einen Post bei facebook zufällig darauf aufmerksam geworden. Das Experimentalarchäologische Freilichtlabor liegt vor den Toren des bekannten Ortes Lorsch. In Lorsch wurde im Jahre 764 ein Kloster gegründet, das Karl der Große im September 774 mit großem Gefolge besuchte. In unmittelbarer Nähe entstand seit 2012 ein karolingischer Herrenhof mit dem Namen Lauresham. Beim Bau wirkten Arbeiter mit, die auch schon zuvor Haithabu aufgebaut hatten. Der Herrenhof umfasst Wohn-, Wirtschafts, Stall und Speicherbauten, sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen und Gärten.

Unser Besuch

Bei herrlichsten Regengüssen traten wir am Sonntag, den 12. Juni die Reise nach Lorsch an. Es lagen ein wenig mehr als 100km Wegstrecke vor uns, bei der wir von einem Regenguss zum anderen fuhren. Der Himmel wurde immer dunkler. Dort angekommen (Parkplätze gibt es für diese Art von Veranstaltung genügend) hatte der Wettergott ein einsehen und ließ es weniger regnen. Bis zum Eingang des Geländers (ein moderner Glasbau) ist es ein Fußmarsch von ca. 5min. Der Eintritt betrug 7 €. Dies ist der normale Eintritt, der auch sonst erhoben wird. Das Gelände darf, außer bei solchen Veranstaltungen, nur im Rahmen einer Führung betreten werden. Wir waren possitiv überrascht von der Anlage. Es sind mehrere Gebäude in Ständerbau- und Pfostenbauweise zu besichtigen. Als einziges gemauertes Gebäude befindet sich eine kleine Kirche innerhalb der Umfriedung. Ein Grubenhaus befindet sich im Moment im Bau. Die Häuser wurden bewohnt von Frühmittelalterdarstellern, die ihre Handwerke vorstellten und gerne Fragen beantworteten. Das Museumspersonal war überall zugegen. Auch mit ihnen konnte man ineressante Gespräche führen. Übrigens die Regengüsse weiteteten sich ab und an zu Wolkenbrüchen aus. Mit Ende der Veranstaltung um 17 Uhr hatte die Sonne ein Einsehen mit uns und trocknete unsere Klamotten. Ich war bis zu den Knien nass. Was für ein Glück hatten wir unsere Regenschirme nicht vergessen. Im folgenden seht ihr ein paar Fotos, die ich gemacht habe. Ich habe extra nur solche hier eingestellt, auf denen keine Personen zu sehen sind.
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Direkt am Eingang stand dieser herrliche Wagen. Leider passte er nicht in mein Auto
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Ackergeräte. Mit denen wird wirklich gearbeitet
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Das Färberhaus
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Frisch gefärbte Schafwolle
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Färbesud
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Der Färbergarten
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Hier wachsen die Pflanzen zum färben.
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Skudden und Ziegen. Diese werden von einem Hütehund bewacht.
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Eines der Häuser
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Töpferware. Grubenbrand?
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Ein Gewichtswebstuhl. Man beachte die Breite. Mehr als 1,5m.
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Werkzeug für die Wollverarbeitung.
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Alle Häuser sind nach Themengebieten eingerichtet.
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Zum Teil haben die Häuser einzelne Zimmer.
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Man sieht sehr schön gestaltete Türen.
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Hier die Tür der Kirche.

Fazit:

Das Freilichtlabor Lauresham ist auf jeden fall einen Besuch wert. Wir werden wiederkommen.